Neue oder Austauschbremszangen ?

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Günter Paul
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Neue oder Austauschbremszangen ?

#1

Beitrag von Günter Paul » 30. Jan 2010, 16:10

Hallo zusammen,
stelle mir gerade eine Einkaufliste zusammen,für das,was ich irgendwann im Laufe des Jahres verbauen werde.Bei den Summen machen sich 20 % bemerkbar :wink:
Dazu gehören u.A.auch die Bremsen der Vorderachse...es ist ausgesprochen merkwürdig,da sind noch die Bremszangen von 1971 drin und geändert wurden im Laufe der Zeit ausschließlich die Verschleißteile Beläge und Scheiben,natürlich auch die Schläuche :D ..
Bei der TÜV Prüfung hatte ich noch nie Probleme ,die letzten Werte der vorderen Bremse weichen ein wenig voneinander ab links 160,rechts 190,so steht es im Prüfbericht,das liegt sicherlich auch daran,dass er seltener gefahren wird vielleicht ist das aber auch schon ein Zeichen auf ungleiches Ansprechen der Bremskolben...
Der Prüfer nickt immer relativ zufrieden,verstehe ich nicht so ganz,denn bei meinem Alltagsauto erreiche ich Werte um 250 und das ist ja schon eine andere Größenordnung.

Ich denke,.. nach fast 40 Jahren sollte man die Bremszangen erneuern.
Meine mit einem Reparatursatz zu überarbeiten traue ich mir nicht so ganz zu ,na ja sind halt Bremsen :roll:
Nun hätte ich zwei Fragen,hat jemand von Euch Erfahrung mit neuen oder Austauschbremszangen von Limora gemacht und wie sind die Bremswerte ,die Ihr auf dem Prüfstand erreicht ??
Danke für Antworten .
Günter Paul
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Ralph 7H
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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#2

Beitrag von Ralph 7H » 30. Jan 2010, 16:29

Hallo Günter Paul,

Erfahrungen mit neuen Zangen von Limo. habe ich nicht, aber mehrfache mit Überholung mit neuen Kolben und Manschetten. Das ist kein Akt, wenn man ein paar Grundzüge beachtet und eine Arbeit, die recht zügig abläuft. Spezialwerkzeuge braucht man dabei auch nicht.
Der größte Aufwand ist dabei die äußere Reinigung der Gehäuse.
Wegen mehr Info können wir die Tel-Nr über PM taschen, wenn gewünscht.

Gruß vom Niederrhein

Ralph

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Günter Paul
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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#3

Beitrag von Günter Paul » 30. Jan 2010, 18:43

Hallo Ralph,
nehme ich gerne an,Dein Angebot,ich schicke Dir `ne mail allerdings nicht nur wegen der Bremszangen,sondern weil ich Deine Tel.Nr.dann in meinem Workshop Manual eintragen werde,wenns denn mal richtig eng wird und ich kompetente Hilfe brauche :wink:
Und an alle anderen... wie sind denn nun Eure Werte und falls einer Erfahrung mit neuen oder überholten Bremszangen hat,bitte melden.
Gruß
Günter Paul
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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#4

Beitrag von Günter Paul » 31. Jan 2010, 12:28

Na Du bist vielleicht gut,
natürlich kommen Bremsleistungen meines Alltagautos in dieser Größenordnung zustande,weil größere Bremssättel in Verbindung mit besseren Bremsbelägen und größeren Scheiben mit Oberflächenbehandlung da sind,das ist mir schon klar...
Aber eben deswegen interessieren mich ja auch Eure Vergleichwerte,was habt Ihr denn so an den vorderen Bremsen ?
Eines steht für mich fest,die Zylinderlaufflächen werden so aussehen,wie sie nach 39 Jahren und davon mindestens 25 Jahre mit Winterbetrieb eben zu erwarten sind :cry:
Stevens bietet nicht ohne Grund Austauschbremssättel mit chemisch vernickelten Laufflächen an,also bloß bürsten wird auf Dauer wohl auch nichts bringen.
Wie auch immer,ich hoffe Ihr habt Eure TÜV Berichte nicht entsorgt und könnt etwas zu den Werten sagen oder eben auch zu Erfahrungen mit Bremssätteln.
Ich glaube meine Grüße sollten jetzt nach Billerbeck gehen ??
Mir ist Dein Name entfallen :wink:

@ Ralph
Hab Dir gestern `ne email geschickt,hoffentlich ist die nicht in Deinem Spamordner verschwunden,wie das schon mal bei Holger passiert ist :D
Gruß
Günter Paul
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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#5

Beitrag von jupp1000 » 31. Jan 2010, 12:48

Also Jürgen kennt sich sicher perfekt mit der Materie und Dekra, TÜV usw. Vorschriften aus!!! ;)

....also "die Eisenklötze" verrosten zwar, aber m.E. verschleißen sie praktisch nicht. Ab und an ein wenig äußerliche Pflege (entrosten, mit temp.best. Lack einpinseln, neue Nippel) hilft. Wenn sie allerdings nur noch aus Edelrost stahlfrei bestehen hilft nur austauschen.

Natürlich müssen die Bremskolben etc. immer mal wieder erneuert werden. Das ist aber wie Ralph postet, kein großes Ding, vorausgesetzt man bekommt die alten Kolben raus. Da hilft Pressluft, oder Ausdrücken mit der Fettpresse. Anschließend wieder penibelst entfetten.
Edelstahlbremskolben halten länger als die normalen Stahlkolben.
schöne Grüße

Heinz #1565

Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun, und andere Ergebnisse zu erwarten.

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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#6

Beitrag von jupp1000 » 31. Jan 2010, 14:03

schöne Grüße

Heinz #1565

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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#7

Beitrag von Günter Paul » 31. Jan 2010, 17:09

Klar ist mein Alltagsauto schwerer,das ist schon klar,eben deswegen interessierten mich die "vergleichbaren"Werte vom B,weil die Achslasten eben gleich sind...
O.K.die angeführten Bedingungen zum Reibwert spielen natürlich eine wesentliche Rolle,immerhin verstehe ich jetzt,dass dem Prüfer die 190 gefallen haben,denn in der von Jürgen angegebenen Bandbreite von 140 bis 250 ist das sicherlich ein akzeptabler Wert für so ein Leichtgewicht :wink: wobei die Abweichung natürlich doch schon bemerkenswert ist aber dass Ihr Eure Werte unter Verschluss haltet,hätte ich jetzt nicht gedacht :D
Und wieso hab ich nicht gewusst,dass Jürgen Jürgen ist ?
Übrigens hat mich letztens ein Jürgen im Wertpapierforum mit Informationen unterstützt bedankt hab ich mich bei ihm schon aber wenn ihr nicht namentlich zeichnet,wie soll man da noch klar kommen :roll: :roll:
Danke für die Infos
Günter Paul
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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#8

Beitrag von Günter Paul » 31. Jan 2010, 17:28

Ich hab`s mir fast gedacht , Darius :shock: :shock:
Gruß
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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#9

Beitrag von KlausH » 31. Jan 2010, 19:41

Hallo Günter,

habe mit MGOC nur gute Erfahrungen gemacht und Du bekommst sie dort für moderate 39,95 Pfund

http://www.mgocspares.co.uk/acatalog/MG ... B__49.html

Gruß Klaus
Bin schwer im Stress, arbeite am MGA Roadster und am TF 1500.

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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#10

Beitrag von jupp1000 » 1. Feb 2010, 08:18

....das ist allerdings der Austauschpreis (mit Pfand). Du musst die alten Zangen dafür nach GB schicken.

O.g. angebotene B.sättel sind outright (ohne Pfand) und neu.
schöne Grüße

Heinz #1565

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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#11

Beitrag von Günter Paul » 1. Feb 2010, 16:49

Moin Rainer,
190 beidseits vorn,starker Wert :P
Da will ich auch hin,und so einen Umbausatz für den B mit Edelstahlkolben für derzeit 35,- Euro minus 20 % ist ja fast geschenkt,allerdings fürchte ich das Schlimmste,wenn ich die Dinger erstmal auseinandergenommen habe,das sind tatsächlich die 39 Jahre alten Originalsättel und das,was Stevens anbietet macht meiner Meinung nach im Austausch Sinn,alles Lockheed !
Die neuen von Limora bereiten mir Unbehagen,weil das vermutlich China Repros sind,deswegen ja auch meine Anfrage hier,da sind ja auch einige Antworten gekommen ,aber eben nicht direkt dazu,andererseits hab ich ja auch einige Denkanstöße mitnehmen können,aber dass Jürgen oh pssst
J.vom MI6 mir die Lösung mit dem Hartholz unterbreitet ist schon ein Knaller :wink: :D :D
Ich hab das Glück über wunderschöne Landstraßen nach Wesel zu Stevens fahren zu können mal sehn,wenns denn wieder wärmer ist,denn mit dem Hardtop macht es doch nicht sooo viel Spaß..
Grüße nach Hamburg
,ich denke Ihr werdet auch froh sein,wenn das Schneeschaufeln ein Ende hat ..
Günter Paul
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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#12

Beitrag von Günter Paul » 2. Feb 2010, 11:41

Hallo Rainer,
wie das mit der Garantie bei Stevens speziell bei Austauschteilen ist,kann ich nicht sagen,bei Limora hat man mir bei meinem letzten Gespräch bestätigt,neu..2Jahre und Austausch...1/2 Jahr.
Viel interessanter ist für mich nach wie vor die Frage,hat jemand von Euch die Limo Dinger schon verbaut,die Auskunft,die ich zu meinen Fragen von dort bekomme befriedigt mich nicht...Lockheed Teile verbaut ? " Keine Ahnung "...Wo kommen die her ? "Alles aus England,die überholten und auch die neuen Sättel meines Wissens keine China Ware "...und was steht drauf,auf den neuen, made in England ? "Geh ich mal von aus,ich weiß nur,dass die aus England kommen "
Na ja :shock:
Ich hoffe es meldet sich noch einer,bleib im Haus,der nächste Schneesturm bei Euch da oben ist schon angekündigt !
Gruß
Günter Paul
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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#13

Beitrag von guy konz » 2. Feb 2010, 16:48

Hallo Günter Paul,
du hast Post.

Mfg
Guy

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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#14

Beitrag von guy konz » 4. Feb 2010, 09:22

Hallo Gunter Paul,
hast du meine Nachricht erhalten, falls nicht, dann überprüf bitte mal dein Mailadresse.

Mfg
Guy

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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#15

Beitrag von Günter Paul » 4. Feb 2010, 10:02

Hallo Guy,
ich habe Dir gestern schon eine pm geschickt und mitgeteilt,dass ich weder als email noch als pm etwas bekommen habe :cry:
Vielleicht versuchst du es nochmal..
Danke und Gruß
Günter Paul
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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#16

Beitrag von guy konz » 4. Feb 2010, 10:42

Hallo Günther,
Zu den Preisen der Bremssättel ist folgendes zu sagen:
Vor 10 Monaten kostete das Paar mindestens 120.- Pfund, allerdings made in UK. Jetzt werden die Dinger für 60.- (Paar) verschleudert, made in ???????
Hätte da noch 2 neue originale UK Bremssättel, waren noch nie eingebaut.
Würde ich abgeben für 90.- Eur.
Hab auch dazu passend 2 neue UK gelochte Bremsscheiben, Interesse?????
Mit deiner mailadresse guenter.schindler@....... stimmt allerdings was nicht.

Mfg
Guy

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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#17

Beitrag von mgm-grand » 4. Feb 2010, 11:07

Moin zusammen,

zwar nicht für den B aber für den Midget habe ich vor 8 Monaten zwei neue Bremssättel bei Sussexclassiccars in England gekauft. Für rund 50 Pfund das Stück.

Die originalen habe ich schön zum Aufarbeiten beiseite gepackt (Bremskolben festgerostet).

Das waren keine Lockheed (stand nicht auf der Verpackung und nicht auf den Sätteln), aber sie verrichten ihren Dienst sehr gut. mit neuen Scheiben und Belägen an der Vorderachse hatte ich beim TÜV im Oktober 169 / 173 (Einheit vergessen).

Gruß
Henrik

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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#18

Beitrag von Günter Paul » 4. Feb 2010, 11:25

Recht hast Du,Guy,
ich hab doch tatsächlich die 1 hinter meinem Namen vergessen,werde ich sofort ändern ! :oops:
Vor wenigen Minuten habe ich mit Ralph gesprochen,der mir dargelegt hat,dass es doch relativ einfach ist,die Bremssättel zu überarbeiten,ich bin bisher von falschen Voraussetzungen ausgegangen,ich dachte,man muss alles auseinanderschrauben,braucht man aber nicht,man bekommt die Kolben auch so heraus,insofern tendiere ich jetzt zum Überholen der Dinger Dein Angebot ist sehr interessant,vielen Dank dafür,vielleicht ist jemand der mitliest interessiert,ich werd`jetzt erstmal so versuchen...

Grüße nach Luxemburg
Günter Paul
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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#19

Beitrag von Günter Paul » 4. Feb 2010, 16:44

Moin Rainer,
wären wir in einer Gesprächsrunde,würde ich Ralph um Beantwortung bitten,der hat das schon mehrmals gemacht und soweit ich mich erinnere,wir haben auch über alles andere geplaudert :wink: hat er sogar 68er Sättel dabei,also Ralph mach doch mal einen Zweizeiler :D
Gruß
Günter Paul
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Re: Neue oder Austauschbremszangen ?

#20

Beitrag von Ralph 7H » 4. Feb 2010, 19:36

moin moin zusammen,

auseinandernehmen kann man die Zangen zwar und ich habs auch schon gemacht, aber man sollte dann neue Bridge Bolts verwenden, die Dichtung für den Durchgangskanal erneuern und einen vernünftigen Drehmomentschlüssel haben, die von Lidl oder Aldi reichen allemal die Knöfe am Herd zu befestigen :mrgreen: .

Das eigentliche Problem ist die Unterwanderung der Hartverchromung der Kolben bei zunehmendem Alter, verbunden mit der anfangenden Porösität der Staubschtzdichtung. Korrosive Einflüsse durch Feuchtigkeit gelangen dann in die Bereiche zwischen den internen Dichtringen und den Kolben und sorgen für Korrosion. Solange keine neuen Beläge montiert werden, bleibt das zunächst unauffällig. Erst mit neuen (dicken) Bremsschuhen werden die Roststellen dann in den Bereich der eigentlichen Dichtmanschetten zurückverlegt und sorgen für zusätzliche Reibungsverluste und damit verbunden unterschiedliche Blockierleistungen.
Erfahrungsgemäß leiden die Bohrungen in den Zangen erstaunlicherweise wenig, meist garnicht, durch Alterung, wohl aber durch Sedimente, die (farbbedingt) offenbar Auswaschungen der Bremsschläuche sind und mit viel Bremsenreiniger, Borstenpinsel und Pressluft restlos beseitigt werden können.
Werden neue Manschetten eingebaut, müssen deren Nuten zunächst gereinigt werden. Ein geeigneter Schaber und viel Pressluft sind dabei erforderlich. Neue Dichtmanschetten, also die ineren, werden mit der gewählten Bremsflüssigkeit eingesetzt, die äußeren Dichtungen trocken. Anschließend die bremsflüssigkeitgeschmierten neuen Kolben einstecken, anbauen, entlüften und staunen :shock: wie gut die Bremse im B funktioniert.

Bei meinen B's verwende ich DOT 5.0. Nach der Vorbereitungsarbeit, also dem Reinigen des kompletten Systems, sind meine Erfahrungen damit vielversprechend. 10 Jahre mit der gleichen DOT5.0 Flüsigkeit und immer noch die gleichen Werte und das selbe gute Ansprechverhalten, aber es erfordert wirklich die demontage aller Gummiteile und das durchspülen und ausblasen aller Leitungen. Nichts was innerhalb von 2 Stunden zu erledigen ist!

Eine Überlegung zu den Edelstahl Kolben zum Schluss...

Ich habe mich mit der Problematik von Edelstählen beruflich genügend befassen müssen und würde Edelstahlkolben nicht unbedingt favorisieren. Meine Wahl ist die hartverchromte Stahlausführung.
Diese Stahlkolben sind härter als AISI 304 oder 316 Legierungen. Edelstähle sind fast unschlagbar bei sehr niedrigen Temperaturen, wird es sehr warm, haben sie Nachteile. Die Elastizität des Werkstoffs macht sie für mittelstark belastete Anwendungen interessant, bei Bremsen sind also fast alle Voraussetzungen kritsch zu beurteilen, verwendet man solche Kolben. Zusätzlich habe diese Werkstoffe einen Nachteil, der leider oft blauäugig übersehen wird: Edelstahl heißen sie zwar, aber in der Spannungsreihe der Metalle sind sie alles andere als das! Sie sind nichtrostend im Rahme der Herstellerdefinition, nicht mehr!!! Würd jemad Kolben aus Bronze anbieten, wäre das vielleicht meine Wahl. Härte wie Edelstahl, keine Korrosionsprobleme, zusätzlich selbstschmierend in kritischen Anwendungen.
Aber weiter zum elenden :wink: Edelstahl:
Kommt es zu sauren Wasseranbscheidungen innerhalb der Bremszangen, ist Lochfraß im Edelstahl nur eine Frage recht kurzer Zeit. Dieser Edelstahl-Lochfraß ist nicht vergleichbar mit dem von ferritischen Stählen, die braune Spuren deutlich zeigen. Bei VA-Stählen geschieht diese Oxydation innerhalb der Legierung und zeigt sich erst im fortgeschrittenen Stadium an der Oberfläche durch kleine schwarze Punkte. Ein Aufblühen, wie es bei Stahl üblich ist, findet nicht statt, ein Volumenzuwachs auch nicht. Eine recht zwiespältige Sache, wenn wan bedenkt, dass diese Teile keine visuellen Schwächen offenbaren, bis es zur teilweisen Zerstörung kommt. Für Bremsen ein sehr problematischer Aspekt.
Eigene lange Erfahrungen im Schiffbau/Werftbereich und mit Edelstahl-Normteilen für die Anwendungen im Reaktorbau und der Avionik würden meine Wahl nur zu gunsten von Stahl oder verchromtem Stahl in dieser Anwendung ausfallen lassen. Ich bin nich bange, kenne aber die Schwierigkeiten aus langer Verantwortung mit diesen Werkstoffen und analysierten Schäden, die im Bremssystem ein Alptraum sein können.
Offenbar sind die maßgeblichen 'tuffen' Einkäufer bei Moss noch zu unerfahren und das Produkt ist im Markt sehr willkommen, wie mir auch MG-Freunde aus USA und Canada versicherten, so what, it seem perfect until...

Just my 5 cents

Ralph

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