versinnen der schweissnaehte ? ? ?

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lucas
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versinnen der schweissnaehte ? ? ?

#1

Beitrag von lucas » 14. Okt 2002, 10:35

hallo,

ich habe mir gerade das oldtimer markt sonderheft zum theme karosseriearbeiten nachbestellt und habe dort gelesen, dass es nicht besonders emphelenswerd ist die gepunkteten schweissnaehte im nachhinein zu verzinnen, da durch das flussmittel (welches saeurehaltig ist) in einigen stunden neuer rost in den falzen entstehen kann?!? diverse karosseriebauer haben mir dieses verfahren ausdruecklich emphohlen, da es angeblich den besten schutz gibt! wie soll ich da jetzt als unerfahrener schueler am besten rangehen? chemie habe ich schon seit einigen jahren nicht mehr gehabt! Bild gibt es da denn einen speziellen 'trick' den man anwenden muss, oder ist es doch sinnvoller die falzen mit einer versiegelungsmasse zu versiegeln? vielen dank schon mal!

gruss

lukas


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es soll natuerlich 'verzinnen' in der betreffzeile heissen! Bild tippfehler!

[Dieser Beitrag wurde von lucas am 14.10.2002 editiert.]

Peter Goebel-Vollerthun
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#2

Beitrag von Peter Goebel-Vollerthun » 31. Okt 2002, 15:27

Hallo Lukas,

Oldtimer-Markt hat recht. Ich habe früher auch verzinnt und später an von mir restaurierten Karosserien Horror-Rostentwicklungen an diesen Nähten entdeckt.
Erstens ist das Flussmittel eine schwache Säure und erzeugt Rost schon beim Zusehen und zweitens darf man die Kapillarwirkung zwischen den gepunkteten Blechen nicht unterschätzen. Grundsätzlich ist es so, dass die Punktschweissung sehr haltbar ist und auch vom TÜV gefordert, aber nach meiner heutigen Meinung hat dies an einem Oldtimer nichts zu suchen. Die einzig richtige Methode ist das stumpfe Schweissen, wobei aber sorgfältig auf Massnahmen gegen Verzug geachtet werden muss z.B. Aufbringen von Wärmeleitpaste, Hinterlegen eines Kupferblocks und Schweissen mit Schutzgas in Intervallen, um das Material abkühlen zu lassen. Anschließend wird mit Fächerscheibe verschliffen. Nach meiner Erfahrung gibt es gegen neuen Rostbefall an geschweissten Hohlräumen nur ein Mittel: Anbringen von Revisionsbohrungen (ca.15mm) und mehrfach mit einer Kugelsonde reichlich lackieren bis die "Brühe" unten wieder rausläuft. Nach endgültiger Trocknung wird ordentlich konserviert (z.B. Mike Sander Hohlraumfett) und mit Gummistopfen verschlossen.
Viel Glück


Peter

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