Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

Passt mal wieder nichts zusammen? Ein Ersatzteil ist nicht mehr lieferbar? MG Drivers sind hilfsbereit - und helfen sich in diesem Forum gegenseitig.

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andreas.clausbruch
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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#31

Beitrag von andreas.clausbruch » 4. Mär 2021, 09:53

Hallo Sebastian,
zum einen kann ich mich dem Rat anschliessen vor! dem Schrauben das/ein Werkstatthandbuch zu konsultieren. Zum anderen ist es angesichts dessen wie weit Du jetzt schon mit Deiner VA bist vielleicht sinnvoll, dass Du Dich mit der sog. 'castor correction' beschäftigst. Damit lässt sich das Fahrverhalten eines B offensichtlich deutlich verbessern und das - in Deinem Fall - mit geringem Aufwand.
Weiterhin gutes Gelingen und octagonale Grüsse Andreas

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sskora
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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#32

Beitrag von sskora » 4. Mär 2021, 17:32

Jaa.. hätte ich vorher anschauen sollen.. naja, Lehrgeld (wobei ich die Lenkung ohnehin überholen musste).

Ich wurde neulich schon mal auf die castor correction aufmerksam gemacht... Ich habe mich jetzt mal etws genauer damit beschäftigt, das ganze gibts scheinbar als Metallplatten die man beim montieren des Fahrschemels mit einbaut. Das wäre in der Tat ja gar kein Mehraufwand.

Was mir aber gerade etwas Kopfzerbrechen bereitet sind die Stoßdämpfer und was ich mit denen machen werde.
Ich habe Sie mir noch nicht genauer angeschaut, aber da einer der beiden gar keinen Widerstand mehr hat, nehme ich mal an, dass er undicht ist.
Nach etwas einlesen stellt sich die Sache für mich gerade so dar:
-Selber überholen ist kaum eine Option, mangeld Gerätschaften und da es die nötigen Ersatzteile nicht gibt.
-Überholen lassen scheint auch nicht ganz einfach zu sein: Über Feuerland ließt man gemischte Meinungen. Es gibt wohl noch eine Firma in GB und einen Herren in den USA, der wohl sehr gute Arbeit abliefert, allerdings ist das auch mit entsprechendem Aufwand (Zoll und Zeit) und Kosten (Arbeit, Porto) verbunden.
-Austauschteile der bekannten Händler sollen angeblich nur aufgefüllt und lackiert sein...
-Über Neuteile habe ich noch nicht so viel gelesen.

Die Infos die ich gefunden habe sind aber auch teilweise 10 Jahre und älter.
Hat jemand Erfahrungen oder Ideen, was ich mit den Stoßdämpfern anstellen kann (ob Überholen lassen, selber machen, Austuasch oder Neuteil, ..) ?
Ich bin mir gerade völlig unsicher, was die beste Option ist um zuverlässige Stoßdämpfer (und auch wenn es einige hier nicht gerne lesen werden, aber auch zu 'akzeptablen Kosten' - denn das ist auch ein Thema für mich) zu erhalten.

Grüße
Sebastian

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andreas.clausbruch
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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#33

Beitrag von andreas.clausbruch » 4. Mär 2021, 17:40

Hallo Sebastian,
Stossdämpfer Neuteile gibt es schon lange nicht mehr. Die überholten, die Du bei den üblichen Händlern findest, sind überwiegend (frisch lackierter) Schrott. Wenn Deine Dämpfer nicht allzu sehr verschlissen sind, gibt es hier im forum MG'ler die schon eine Überholung erfolgreich realisiert haben. Einem von diesen hatte ich meine alten Dämpfer zum 'Ausprobieren' geschenkt und siehe da, es hat geklappt. Er hat darüber auch im forum berichtet.
Ich selbst - und ein paar andere MG Freunde - vertrauen auf Peter Caldwell in den USA. Mit seinen Dämpfern habe ich beste Erfahrungen gemacht. Wegen hoher Portokosten habe ich die alten Dämpfer allerdings nicht nach USA versandt.
Octagonale Grüsse Andreas

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marc-ks
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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#34

Beitrag von marc-ks » 4. Mär 2021, 18:56

Hallo Sebastian,
wenn die Führungen nicht eingelaufen sind, sprich man kann die Arme nur vertikal bewegen, jedoch nicht nach links und rechts, kann man die Dämpfer mit einem bisschen Geschick und richtigen Simmerringen ganz gut in Eigenregie überholen. Ist ein schöner Job. Such mal hier im Forum, da stehen auch die Maße der Simmerringe. Bei den überholten für 70€ im Austausch kann man Glück oder Pech haben. Das Schlimmste ist aber die schwarze Pumpe, mit denen die zugekleistert werden.
VG Marc
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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#35

Beitrag von 2sheep » 5. Mär 2021, 07:42

Hallo,

Da wir gerade beim Thema Hebelstoßdämpfer sind. Gibt es eigentlich eine Möglichkeit den Defekt hinauszuzögern, durch vorbeugende Wartung?
Ölwechsel zum Beispiel, o. ä. , Behebung von Defekten in der Peripherie (z. B. Defekte Gummibuchsen oder Lager).
Würde meine Dämpfer gerne möglichst lange nutzen können.

viele Grüße

Matthias

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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#36

Beitrag von Josef Eckert » 5. Mär 2021, 07:53

Hallo Matthias,
ich habe alle Hebeldämpfer an meinen britischen Oldtimern von Peter Caldwell in den USA http: //www.nosimport.com/
überholen lassen. Die ersten vor über 20 Jahren. Inzwischen allein bei meinen Autos 18 Stück, plus mindestens nochmal so viele bei Freunden aus unserem Stammtisch.
Peter Caldwell gibt lebenslange Garantie auf seine überholten Stoßdämpfer und bisher musste ich auch noch keinen Dämpfer reklamieren.
Gruß
Josef

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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#37

Beitrag von MBGT_ED » 6. Mär 2021, 09:45

Hallo Josef,

Gerade habe ich in USA mal nach den Hebelstoßdämpfer nachgesehen. Die $ 220 fürs Paar (inkl. VAT?) ist ok. Die $ 80 Pfand ist auch ok. Aber der Versand mit $ 580 bzw. $ 270 ist scho etwas heftig. Oder kennt jemand einen Weg zu angemessenen Versandkosten?
Viele Grüße Klaus

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andreas.clausbruch
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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#38

Beitrag von andreas.clausbruch » 6. Mär 2021, 10:12

Hallo Klaus,
ganz so teuer war der Versand bei mir nicht. Ich würde aber auch die alten Dämpfer nicht nach USA versenden und habe daher das 'Pfand' als Preisbestandteil kalkuliert. Qualität hat eben Ihren Preis. Und im Vergleich zu 'unseren' deutschen Oldies ist der Preis m.E. durchaus ok.
Octagonale Grüsse Andreas

Josef Eckert
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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#39

Beitrag von Josef Eckert » 6. Mär 2021, 11:15

Hallo Klaus,
wie hast Du die Versandkosten ermittelt. Ich habe erst im Herbst für den Rückversand von 2 Dämpfern aus den USA weniger als $ 150 bezahlt.
Hast Du bei Peter Caldwell nachgefragt nach den Portokosten?
Gruß
Josef

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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#40

Beitrag von MBGT_ED » 6. Mär 2021, 11:44

Ich habe bei der obigen nosimport zwei Stoßdämpfer in den Warenkorb gelegt und auf den Knopf Versandkosten berechnen gedrückt, und da kamen diese beiden Preise zum Vorschein.
VG Klaus

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andreas.clausbruch
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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#41

Beitrag von andreas.clausbruch » 6. Mär 2021, 12:20

Hallo Klaus,
ich war damals so vorgegangen wie Du und doch sehr überrascht welch hohe Versandkosten das System angezeigt hat. Ich habe dann mit Peter (oder jemandem aus seinem office?) telefoniert und siehe da, es kam ein ganz anderer Preis zur Anwendung. Generell ist aber anzumerken, dass die Versandkosten aus US allgemein recht hoch sind.
Octagonale Grüsse Andreas

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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#42

Beitrag von sskora » 14. Mär 2021, 15:00

Hallo zusammen,
ich habe mich die letzten Tage der Lenkung gewidmet.
105octane hatte recht, die Kunststoffverbindung von Innen und Außenrohr ist defekt. Das lässt sich aber wohl auf mehrere Arten wieder reparieren. Nachdem was ich gelesen habe gibt es Leute die Splinte durch Außen- und Innenrohr stecken anstelle des Kunststoffes - oder man kann Heißklebe reindrücken, was dann recht ähnlich zur originalen Version ist.
Der "obere Teil" der Lenkung bereitet mir insgesamt weniger Sorgen. Alle weitere Teile sehen noch recht gut aus oder lassen sich gut Überholen.

Problematischer ist es beim "unteren Teil" im Motorraum. Die Lenkstange vom Lenkgetriebe ins Kreuzgelenk ist durchgebogen!
Ich nehme mal an, dass ich Ersatz brauchen werde ... oder weiß jemand ob man sowas reparieren kann?
Gibt es Erfahrungen mit neuen/nachgebauten Zahnstangenlenkungen? Bei L gibt es ja welche zu kaufen, was mir einerseits insgesamt natürlich die Arbeit an der Lenkung ersparen würde, aber andererseits mache ich das ganze ja nicht um mir Arbeit zu ersparen :)

Beste Grüße
Sebastian
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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#43

Beitrag von sskora » 20. Apr 2021, 22:52

So, nach längerer Zeit mal ein kleines Update, vielleicht interessiert es ja wen ;)

Ich hatte eigentlich gedacht schon viel weiter zu sein, allerdings warte ich nun seit über 4 Wochen auf meine Bestellung...
Naja, in der zwischenzeit habe ich aber ein paar Teile überholt:
Den Fahrschemel habe ich zum abbeizen gegeben und anschließend mit Ovagrundol Primer und Chassislack O.H. vom korrosionsschutzdepot lackiert. Mir wurde vom KSD zwar empfohlen es innen mit Wachs zu versiegeln, allerdings fand ich das 1) nicht sehr schön und 2) auch unpraktisch, da der Fahrschemel ja recht große Öffnungen hat (wo die Federn rein kommen) und ich nicht genau wissen würde, bis wohin ich lackieren würde und ab wo Wachs hin käme. Daher habe ich mich entschieden, alle Öffnungen abzukleben, 0,5L Primer bzw Lack rein zu machen und ordentlich zu schütteln. Anschließend alles ab und von außen mit dem Pinsel lackieren. Diese Prozedur habe ich zwei mal innen mit Grundierung gemacht und ein mal mit der Farbe und drei mal mit grundierung außen und zwei mal Farbe außen.
Die Idee dazu kam von Holger Beck - danke noch mal für deine Infos dazu :)
Auf dem Bild ist nur die Grundierung aufgetragen - mittlerweile ist der Fahrschemel schwarz.

Die Fahrwerksteile habe ich gesandstrahlt und mit Grundierung und schwarzer Farbe gepulvert. DIe Teile finde ich sehen doch recht gut aus dafür dass es zuhause mit einer selbstgebauten Pulverpistole lackiert wurde :)

Bei der Lenkstange bin ich sogar fast ein wenig froh, dass die kaputt war (also die Plastik teile in der Lenkstange) - so musste ich diese auch überholen.
Das "Gehäuse" der lenkstange habe ich auch gestrahl und gepulvert. Die Lenkstange wurde mit der "Heißklebemethode" repariert (im Grunde wie es hier beschrieben ist). Ein paar kleinteile habe ich noch brüniert und die Lager gefettet.

Bei den Stoßdämpfern bin ich immer noch unschlüssig was ich damit schlussendlich mache.
Ich habe in einer british oldtimer werkstatt in meiner Nähe einen funktionstüchtüchtigen Stoßdämpfer bekommen. Einer meiner beiden hatte ja keine Funktion (bzw kein Öl) mehr. Den habe ich als "Versuchsobjekt" gekommen, habe den Spalt zwischen Arm und Dichtung abgedichtet (von außen) und vorsichtig gesandstrahlt. Momentan lackiere ich ihn ebenfalls mit dem Lack des KSD. Wenn das Ergebnis passt - und danach sieht es gerade aus - dann bin ich stark am überlegen, ob ich die beiden funktionierenden Stoßdämpfer einfach nur optisch aufarbeite. Dazu wurde mir auch in der Werkstatt geraten. Sollte ich damit probleme bekommen, kann ich sie immer noch in die USA oder nach England schicken.

Grüße
Sebastian
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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#44

Beitrag von HerrPausW » 24. Apr 2021, 07:40

Alle Achtung! Da ich nicht alle Beiträge gelesen habe, bin ich punkto selbstgebaute Sandstrahlpistole nicht genau im Bilde. Sind da bereits Details ausgeführt? Wenn nicht, wäre ich daran doch sehr interessiert!

Vielen Dank im Voraus und...
...die besten Grüße

Reinhard
Tand ist das Gebilde aus Menschenhand

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marc-ks
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Re: Ein paar Detailfragen zum Vorderachse-Überholen

#45

Beitrag von marc-ks » 24. Apr 2021, 12:00

Hallo Reinhard,
ohne die Leistung schmälern zu wollen, es gibt dort auch endlos Tutorials auf Youtube, lohnt es nicht eine Sandstrahlpistole zu bauen. Außer man hat Spaß daran. Aufwendig sind ja Kabine und der Rest. Für kleine Teile reichen Gummihandschuh, FFP2 Maske, 10l Plastikeimer und ein Garten. Strahlgut kann man so auch teilweise wieder verwenden. Da reichen Pistolen ab 10€. Das geht sogar mit kleinen 24l Kompressoren.

https://www.ebay.de/itm/353228780755
VG Marc
MGDC #2315

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