Frage: MG B Verteiler

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Meenzerbub
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Re: Frage: MG B Verteiler

#21

Beitrag von Meenzerbub » 22. Jun 2017, 23:34

Hallo Thomas,

auf einem Verteiler-Prüfstand :idea:
Ob die Kurve/Werte noch so "original" sind wie am ersten Tag hängt vom Zustand des Verteilers ab (Verteilerwelle, Nocken,Gewichte, Federn,die Vakuum-Verstellung usw.).

Grüße vom alde Mann, Michel
Grüße vom Michel, Meenzer und RENTNER ;-)
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# 2039

Josef Eckert
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Re: Frage: MG B Verteiler

#22

Beitrag von Josef Eckert » 23. Jun 2017, 08:05

Kometa hat geschrieben:Liebes Forum,
ich möchte hier kurz eine verteilerrelevante Frage anschließen: Gibt es eine Möglichkeit, die originale Zündkurve eines Verteilers unter Einbezug von Unterdruck und Fliehkraftverstellung einigermaßen genau zu ermitteln? Ich würde gern eine programmierbare Zündung (123 Tune/Megajolt) probieren, da aber der MG-Motor bei mir in einem Hanomag-Wohnmobil werkelt, vermute ich, dass die mitgelieferten Kurven wohl nicht ganz passen werden. Da hätte ich ganz gern schon vorher ein einigermaßen passendes Setting. 37-41 Grad KW verstellt der Verteiler bei 4000/min ohne Unterdruck.

1000 Dank und beste Grüße,
Thomas
Hallo Thomas,
Du kannst mir den Originalverteiler zum testen auf dem Verteilerprüfstand nach Limora senden. Ich prüfe ihn dann und programmiere Dir die neue 123 Tune dann schon fertig zum Einbau. Die Originalkurve des Verteilers bekommst Du natürlich auch dazu. Wenn eine "normale" 123 ausreicht (passende Kurve vorhanden) dann sage ich es Dir auch und Du kannst etwas Geld sparen.
Gruß
Josef

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HeikoVogeler
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Re: Frage: MG B Verteiler

#23

Beitrag von HeikoVogeler » 23. Jun 2017, 23:49

In diesem Thread werden m.E. Annahmen getroffen, die nicht unbedingt zutreffen.
Es ist nicht sinnvoll, blind der laut Papier originalen Zündkurve, nachzulaufen. Die Motoren sind längst nicht im originalen Zustand. Entweder augelutscht oder revidiert. Anzunehmen, dass die originale Kurve die beste ist, bringt nicht mehr als einen Startpunkt für die Optimierung. Man muss verechiedene kurven probieren und dann sehen, wo es am besten geht. M.E. ist die genaue Zündkurve gar nicht sooo wichtig. Wichtig ist, dass gerade unten bei den niedrigen Drehzahlen die Federn noch recht straff sind, man dann beim Blitzen ungefär die Stützpunkte des WHB trifft. das reicht.

Viel wichtiger für die Leistungsentfaltung sibd die Vergaser - Vorausgesetzt die Zündungverstellung ist zuverlässig.

Aus dem Kerzenbild auf den Vergaser zu schließen, der magerer oder fetter einzustellen ist, ist auch eher vage. Die Vergaser münden beide in dieselbe Ansaugbrücke. Dort wird das Gemisch der beiden Vergaser verwirbelt. Meiner Erfahrung nach ist das ergebnis reiner Zufall, wenn man an den Vergasern rumdreht, ohne sie einmal von grund auf geprüft, revidiert und vor allem exakt gleich eingestellt zu haben. Glocken ab, Nadeln und deren Sitz prüfen. Düsenhöhe exakt gleich zur Brücke nach Vorgabe einstellen. Unterdruck der Glocken auf gleichmäßigkeit testen, Federn prüfen. Natürlich auch die Wellen und Drosselklappen auf Dichtigkeit. Dann das Gestange sorgfältig einstellen, dass die drosselklappen wirklich gleichzeitig gehen, dann an laufenden motor prüfen, dass die kolben wirklich gleichzeitig und gleichmäßig hich gehen, wenn man gas gibt und gleichmäßig unterdruck entsteht. kann man alles in den SU Unterlagen im Web nachlesen. Dann geht nichts über eine zuverlässige gemischmessung. alles andere, zischgeräusch oder glaskerzen bringt nichts. lieber mal geld ausgeben auf einem prüfstand und es einmal richtig machen in versvhiedenen lastbereichen als ewig auf verdacht rumdrehen. Aber Vorsicht: Die "Fachleute" am Rollenprüfstand agieren manchmal auf sehr dünnem Eis. Nichts einreden lassen, immer kritisch mitdenken.

Das korrekte Kerzenbild ist übrigens durchaus heller als auf dem foto. Eher weiss mit leichtem touch ins hellbraun als rehbraun. Zu mager merkt man schnell, weil der motor nicht mehr gut am gas hängt. Vor allem darauf achten, ob der motor inhöheren drehzahlen nicht mehr weiter willig hochdreht. da wird es gern zu mager. Ich habe lange geglaubt, dass die alten englischen Eisenmotoren halt nicht gern über 3000 gedreht werden. Irrtum. Mit genug fettem Gemisch gehen die da nochmal richtig freudig ans Werk.

Bin gerade wieder dienstlich auf Autobahn und Landstrassen 1000km rumgefahren. Da merkt man nicht, dass das Teil über 40 Jahre alt ist. Im Gegenteil. Ich muss unbedingt meine überholrisikofreudikeit wieder in den Griff kriegen. Das geht so flott, dass man doch schon mal etwas viel riskiert.
Heiko
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Re: Frage: MG B Verteiler

#24

Beitrag von newfoundlanddog » 24. Jun 2017, 10:56

Hallo,
nachdem das Thema hier angeschnitten wurde: Wieso fahren wir jetzt mit hellgrauem Kerzenbild statt mit rehbraun? Als ich vor fast 30 Jahren in das Hobby eingestiegen bin, hatte sowohl der MGB als auch der Jaguar idealerweise rehbraun, jetzt ist es hellgrau.
Hängt das mit bleifrei und den geänderten Treibstoffzusätzen zusammen? Weiß wer bescheid?
Beste Grüße aus Österreich,
Günter

Josef Eckert
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Re: Frage: MG B Verteiler

#25

Beitrag von Josef Eckert » 24. Jun 2017, 14:42

HeikoVogeler hat geschrieben:In diesem Thread werden m.E. Annahmen getroffen, die nicht unbedingt zutreffen.
Es ist nicht sinnvoll, blind der laut Papier originalen Zündkurve, nachzulaufen. Die Motoren sind längst nicht im originalen Zustand. Entweder augelutscht oder revidiert. Anzunehmen, dass die originale Kurve die beste ist, bringt nicht mehr als einen Startpunkt für die Optimierung. Man muss verechiedene kurven probieren und dann sehen, wo es am besten geht. M.E. ist die genaue Zündkurve gar nicht sooo wichtig. Wichtig ist, dass gerade unten bei den niedrigen Drehzahlen die Federn noch recht straff sind, man dann beim Blitzen ungefär die Stützpunkte des WHB trifft. das reicht.

Viel wichtiger für die Leistungsentfaltung sibd die Vergaser - Vorausgesetzt die Zündungverstellung ist zuverlässig.

Aus dem Kerzenbild auf den Vergaser zu schließen, der magerer oder fetter einzustellen ist, ist auch eher vage. Die Vergaser münden beide in dieselbe Ansaugbrücke. Dort wird das Gemisch der beiden Vergaser verwirbelt. Meiner Erfahrung nach ist das ergebnis reiner Zufall, wenn man an den Vergasern rumdreht, ohne sie einmal von grund auf geprüft, revidiert und vor allem exakt gleich eingestellt zu haben. Glocken ab, Nadeln und deren Sitz prüfen. Düsenhöhe exakt gleich zur Brücke nach Vorgabe einstellen. Unterdruck der Glocken auf gleichmäßigkeit testen, Federn prüfen. Natürlich auch die Wellen und Drosselklappen auf Dichtigkeit. Dann das Gestange sorgfältig einstellen, dass die drosselklappen wirklich gleichzeitig gehen, dann an laufenden motor prüfen, dass die kolben wirklich gleichzeitig und gleichmäßig hich gehen, wenn man gas gibt und gleichmäßig unterdruck entsteht. kann man alles in den SU Unterlagen im Web nachlesen. Dann geht nichts über eine zuverlässige gemischmessung. alles andere, zischgeräusch oder glaskerzen bringt nichts. lieber mal geld ausgeben auf einem prüfstand und es einmal richtig machen in versvhiedenen lastbereichen als ewig auf verdacht rumdrehen. Aber Vorsicht: Die "Fachleute" am Rollenprüfstand agieren manchmal auf sehr dünnem Eis. Nichts einreden lassen, immer kritisch mitdenken.

Das korrekte Kerzenbild ist übrigens durchaus heller als auf dem foto. Eher weiss mit leichtem touch ins hellbraun als rehbraun. Zu mager merkt man schnell, weil der motor nicht mehr gut am gas hängt. Vor allem darauf achten, ob der motor inhöheren drehzahlen nicht mehr weiter willig hochdreht. da wird es gern zu mager. Ich habe lange geglaubt, dass die alten englischen Eisenmotoren halt nicht gern über 3000 gedreht werden. Irrtum. Mit genug fettem Gemisch gehen die da nochmal richtig freudig ans Werk.

Bin gerade wieder dienstlich auf Autobahn und Landstrassen 1000km rumgefahren. Da merkt man nicht, dass das Teil über 40 Jahre alt ist. Im Gegenteil. Ich muss unbedingt meine überholrisikofreudikeit wieder in den Griff kriegen. Das geht so flott, dass man doch schon mal etwas viel riskiert.
Heiko,
da muss ich Dir zumindest was Zündungsverstellung angeht und auch optimales Kerzenbild vehement widersprechen.
Veteiler Fliehkraftverstellkurven unterscheiden sich je nach Modell und Motortyp extrem und das aus gutem Grund. Die Federn in den Verteilern müssen nicht stramm sein, zumindest nicht beide. Die zweite Feder (dickere) wird idR erst bei höheren Drehzahlen aktiv und es gibt einigen Leerweg bis sie gedeht wird. Ausprobieren ist hier ganz sicher der falsche Weg und kann sehr leicht zum Motorschaden führen (klingeln bei höherer Drehzahl), abgesehen dass es ein stochern im Nebel ist.
Auch ein Oldtimer-Motor sollte nicht ausgelutscht sein und ein revidierter Motor sollte auch in weitgehendem Neuzustand sein und da gelten noch die Werkseinstellungen bei Vergaser und Zündung. Wenn gebastelt wird ist das etwas anderes und hat mit Fahrzeugpflege nichts zu tun. Da stimmt dann meistens sowieso nichts mehr.
Das Kerzenbild sollte bei allen B-Serien-Motoren nicht "hellgrau" sein, denn dann ist das Gemisch zu mager. Im Übrigen sagt das Kerzenbild sehr viel und die Kerzen sind auch das Erste was ich ansehe wenn ich Einstellungen an Zündung und Vergasern vornehme. Bei hellgrauen Kerzen stelle ich grundsätzlich das Gemisch fetter bis ich einen dunkleren Ton habe. Das heutige Benzin verbrennt viel heißer als das Benzin vor 50-40 Jahren und der Motor braucht das fettere Gemisch auch zur Kühlung. Das heutige Benzin zündet auch schneller und daher braucht es ein paar wenige Grade weniger statische Frühzündung.
Auch wenn ein Doppel oder Dreifachvergaseranlage mit einer gemeinsamen Ansaugbrücke verbunden sind, arbeitet der vordere auf die vorderen Zylinder, der hintere auf die hinteren.
Und auch was Fachleute am Rollenprüfstand machen ist sicher nicht falsch und ich wage zu bezweifeln, dass man das als Laie genau beurteilen kann. Da ziehst Du Dir einen großen Schuh an.
Gruß
Josef

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Günter Paul
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Re: Frage: MG B Verteiler

#26

Beitrag von Günter Paul » 24. Jun 2017, 17:56

Schöne Beiträge von euch ,Heiko und Josef , danke dafür .
Und natürlich muss auch ich mich wieder zu Wort melden :wink: :D .

Heiko , du hast sehr viel Wahres geschrieben , sehr engagiert und ich kann mir sehr gut vorstellen , wie sehr dich der Wagen zum "aggressiveren" Fahren reizt , ein eindeutiger Hinweis darauf , dass er gut eingestellt ist oder wie Donald aus Übersee zu sagen pflegt " a fine tuned machine ".

Mir geht es genau so und zwar genau seit der Zeit , als ich den Wagen erstmals nach Jahren des Experimentierens in den Griff bekommen habe , immerhin habe ich dabei Lehrgeld für zwei Verteiler und einer Elektronic gezahlt .Habe große Hoffnungen in den Universalverteiler 45D von Limora gesetzt , der alle Kurven vereinen soll , was natürlich völliger Blödsinn ist , ebenso , wie du richtig schreibst ist die Erwartung an einen alten Motor nicht unbedingt an die alte Kurve zu koppeln , da kann sich viel verändert haben .
Ich habe an allen Stellschrauben gedreht , bis ich ihn da hatte , wo er heute steht und ich fasse jetzt auch nichts mehr an , da wird nicht mehr nachjustiert ..never touch a fine tuned machine..

Eigentlich spielt alles erwähnte eine Rolle , um ein optimales Ergebnis zu erzielen , man sollte es abarbeiten ...und meine Kerzen sind heller geworden , seitdem der Zündfunken stärker geworden ist , eben durch die Elektronic , bei gleichem Sprit sahen sie mit dem Normalverteler doch wesentlich bräunlicher aus , ich hab`jetzt schon einen Knoten in der Zunge , weil ich es nicht ausspreche , aber ihr wisst ja was ich fahre :wink: .

Das mit den Kerzen nehme ich sehr ernst und ich denke Josef hat schon durchgeknallte Kolben gesehen , wenn sie zu hell sind würde es mich jedenfalls beunruhigen .
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Re: Frage: MG B Verteiler

#27

Beitrag von Josef Eckert » 24. Jun 2017, 18:20

Günter Paul hat geschrieben:Schöne Beiträge von euch ,Heiko und Josef , danke dafür .
Und natürlich muss auch ich mich wieder zu Wort melden :wink: :D .

, wie du richtig schreibst ist die Erwartung an einen alten Motor nicht unbedingt an die alte Kurve zu koppeln , da kann sich viel verändert haben .
Hallo Günther,
bitte erkläre mir mal was muss sich ändern mit dem Alter des Motors an der Verstellkurve des Verteilers? Du hast doch bei Deiner 123 auch die originale Kurve für Deinen Motor eingestellt und nicht irgendeine andere. Sonst würde er doch nicht so guut laufen.
Ich verstehe es einfach nicht was Du meinst. Der Motor kann doch nur in der Kompression etwas nachlassen oder wo siehst Du noch Änderungen? Immer unter der Voraussetzung der Motor ist noch gut beisammen und nicht ein Fall für eine Überholung.
Gruß
Josef

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Re: Frage: MG B Verteiler

#28

Beitrag von HeikoVogeler » 24. Jun 2017, 23:24

Josef,
lass es doch einfach gut sein. Viele Wege führen nach Rom. Günther und ich teilen unsere Erfahrung mit, die sich in einigen Punkten decken. Es ärgert mich, dass Du Dich hier wiederholt als theoretisierender Besserwisser aufspielst. Du verbreitest hier lediglich Deine Meinung und tust so als wären das Wahrheiten. Bei einigien Deiner Aussagen irrst Du Dich. Ich ziehe mir keinen großen Schuh an, wenn ich einfach schlechte Erfahrung mit "Gurus" am Prüfstand gemacht habe. Was da schon alles versucht und geraten und an Nadeln gefeilt wurde. Nie fuhr das Auto so gut wie nach meinen eigenen Versuchen. Ich empfinde Deine letzten Beitrage unangemessen arrogant. Spar Dir bitte die arrogante Art mich zu bewerten und bleib bei der Sache.
Heiko
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Re: Frage: MG B Verteiler

#29

Beitrag von Josef Eckert » 25. Jun 2017, 10:05

Heiko,
ich habe nur fast jeden Tag Verteiler auf dem Prüfstand und mache das beruflich. Ich bezweifle einfach manche Deiner Thesen, weil ich fortwährend Zündungs- und Vergaserprobleme lösen muss, weil die Besitzer der Fahrzeuge mit ihrem eigenen Latein am Ende sind.
Und das was Du schreibst zwickt mich schon, weil es andere verleiten könnte auch solche "Modifikationen" wie Du zu machen. Bei einen Verteiler auf gut Glück an den Fliehkraftfedern rumzuspielen sollte jeder der keinen Prüfstand hat bitte lassen. Diese "Modifikationen" rückgängig zu machen, wenn es in die Hose gegangen ist ist selten einfach und was ich täglich sehen muss an verbastelten Verteilern und Vergasern ist schon gräuslich. Da ist es eine Wohltat dass es 123 Ignition gibt, die man dann wenn alles verspielt ist einsetzen kann. Die überspielt sogar total vermurkste Vergaser.
Nur ein Loch oder extremes Pitting im Kolben oder Zylinderkopf kann sie auch nicht verhindern, wenn der Motor an der Magergrenze gefahren wird oder die Fliehkraftfrühzündung viel zu stark eingestellt ist.
Gruß
Josef

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Re: Frage: MG B Verteiler

#30

Beitrag von Günter Paul » 25. Jun 2017, 10:16

:shock: ,,,Aber Josef , das ist nicht in Ordnung , wenn du hier die total vermurksten Verteiler anführst und dann in Verbindung mit einem Mann bringst , der nun wirklich in knapp 1000 Beiträgen gezeigt hat , dass er Sachverstand hat und der hier deswegen geschätzt wird .

Und das , was du jetzt zur Wunderwirkung der 123 anführst geradezu einem Werbespot gleich , kannst du so auch nicht stehen lassen ,

""Die überspielt sogar total vermurkste Vergaser.""

Das ist nicht richtig , das ist falsch und sollte hier niemanden bewegen dewegen eine 123 zu kaufen .

Schönen Sonntag noch .
Günter
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Re: Frage: MG B Verteiler

#31

Beitrag von Josef Eckert » 25. Jun 2017, 10:34

Josef Eckert hat geschrieben:Heiko,
ich habe nur fast jeden Tag Verteiler auf dem Prüfstand und mache das beruflich. Ich bezweifle einfach manche Deiner Thesen, weil ich fortwährend Zündungs- und Vergaserprobleme lösen muss, weil die Besitzer der Fahrzeuge mit ihrem eigenen Latein am Ende sind.
Und das was Du schreibst zwickt mich schon, weil es andere verleiten könnte auch solche "Modifikationen" wie Du zu machen. Bei einen Verteiler auf gut Glück an den Fliehkraftfedern rumzuspielen sollte jeder der keinen Prüfstand hat bitte lassen. Diese "Modifikationen" rückgängig zu machen, wenn es in die Hose gegangen ist ist selten einfach und was ich täglich sehen muss an verbastelten Verteilern und Vergasern ist schon gräuslich. Da ist es eine Wohltat dass es 123 Ignition gibt, die man dann wenn alles verspielt ist einsetzen kann. Die überspielt sogar total vermurkste Vergaser.
Nur ein Loch oder extremes Pitting im Kolben oder Zylinderkopf kann sie auch nicht verhindern, wenn der Motor an der Magergrenze gefahren wird oder die Fliehkraftfrühzündung viel zu stark eingestellt ist. Die gefühlte Leistungssteigerung geht einher mit erheblicher zusätzlicher Belastung des Motors und der Gewinn ist klein gegenüber dem Schaden der auf Dauer im Brennraum angerichtet wird. In der Formel 1 kann man soetwas kurzfristig machen, wenns um die erste Startreihe geht, aber sonst würde ich die Finger von solchen Experimenten lassen.
Gruß
Josef

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Re: Frage: MG B Verteiler

#32

Beitrag von Josef Eckert » 25. Jun 2017, 10:35

Josef Eckert hat geschrieben:
Josef Eckert hat geschrieben:Heiko,
ich habe nur fast jeden Tag Verteiler auf dem Prüfstand und mache das beruflich. Ich bezweifle einfach manche Deiner Thesen, weil ich fortwährend Zündungs- und Vergaserprobleme lösen muss, weil die Besitzer der Fahrzeuge mit ihrem eigenen Latein am Ende sind.
Und das was Du schreibst zwickt mich schon, weil es andere verleiten könnte auch solche "Modifikationen" wie Du zu machen. Bei einen Verteiler auf gut Glück an den Fliehkraftfedern rumzuspielen sollte jeder der keinen Prüfstand hat bitte lassen. Diese "Modifikationen" rückgängig zu machen, wenn es in die Hose gegangen ist ist selten einfach und was ich täglich sehen muss an verbastelten Verteilern und Vergasern ist schon gräuslich. Da ist es eine Wohltat dass es 123 Ignition gibt, die man dann wenn alles verspielt ist einsetzen kann. Die überspielt sogar total vermurkste Vergaser.
Nur ein Loch oder extremes Pitting im Kolben oder Zylinderkopf kann sie auch nicht verhindern, wenn der Motor an der Magergrenze gefahren wird oder die Fliehkraftfrühzündung viel zu stark eingestellt ist. Die gefühlte Leistungssteigerung geht einher mit erheblicher zusätzlicher Belastung des Motors und der Gewinn ist klein gegenüber dem Schaden der auf Dauer im Brennraum angerichtet wird. In der Formel 1 kann man soetwas kurzfristig machen, wenns um die erste Startreihe geht, aber sonst würde ich die Finger von solchen Experimenten lassen.
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Re: Frage: MG B Verteiler

#33

Beitrag von Josef Eckert » 25. Jun 2017, 10:43

Günter Paul hat geschrieben::shock: ,,,Aber Josef , das ist nicht in Ordnung , wenn du hier die total vermurksten Verteiler anführst und dann in Verbindung mit einem Mann bringst , der nun wirklich in knapp 1000 Beiträgen gezeigt hat , dass er Sachverstand hat und der hier deswegen geschätzt wird .


""Die überspielt sogar total vermurkste Vergaser.""

Das ist nicht richtig , das ist falsch und sollte hier niemanden bewegen dewegen eine 123 zu kaufen .

Schönen Sonntag noch .
Günter
Hallo Günther,
das ist aber der tägliche Alltag den ich erlebe.

""Die überspielt sogar total vermurkste Vergaser.""

Das ist neben der "ausgeschlagenen Verteilerwelle" der Hauptgrund weshalb 123s eingebaut werden. Ist günstiger und einfacher als ein Vergaserproblem fachmännisch beheben zu lassen (nur meine Erfahrung mit inzwischen vielen 100ten verkaufter 123 Ignition). Vergaser überholen dauert ein paar Wochen und kostet das Doppelte. Die Zeit und das Geld will man nicht investieren.
Gruß
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Re: Frage: MG B Verteiler

#34

Beitrag von newfoundlanddog » 25. Jun 2017, 11:11

Hallo,
"vermurkste Vergaser" durch "besseren Verteiler" kompensieren??? Das ist doch Humbug! Ausgeschlagene Wellenbuchsen und Nebenluft, ausgeschlagene Düsen usw. heißt falsche Gemischaufbereitung und das soll ein perfekter Zündzeitpunkt ausgleichen ? Gibt's noch mehr Motor - Esoterik?
Der 123-Hersteller soll sich bitte bessere Werbung einfallen lassen und bezahlen und nicht das Forum missbrauchen.
Man ist aus den Foren einiges gewöhnt, aber das ist Spitze.
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Re: Frage: MG B Verteiler

#35

Beitrag von Josef Eckert » 25. Jun 2017, 12:05

Hallo Günter,
Nebenluft merkt man am gravierendsten im Leerlauf und bbei höheren Drehzahlen spielt sie keine große Rolle. Im Leerlauf fängt durch Nebenluft der Motor an unruhig zu werden und wenn es ganz schlim ist geht die Leerlaufdrehzahl nach ein paar Sekunden runter bis er ausgeht.
Das Pumpen und Ausgehen des Motors verhindert die 123 ob Du es glaubst oder nicht. Das geht ganz einfach. Die 123 misst ständig die Leerlaufdrehzahl - interner Drehzahlmesser. Wenn die Drehzahl runter geht gibt sie automatisch mehr Frühzündung (höhere Leerlaufdrehzahl bei gleicher Vergasereinstellung), wenn die Drehzahl hoch geht gibt sie mehr Spätzündung(niedrigere Leerlaufdrehzahl bei gleicher Vergasereinstellung). Es wird ein perfekter Regelkreis aktiv, der dden Leerlauf extrem konstant hält und einfach defekte oder schlecht eingestellte Vergaser austrickst. Das kann ein Standard-Verteiler, auch mit elektronischem Unterbrecher nicht.
Deshalb kann man eine 123 auch nicht im Leerlauf mit dem Stroposkop abblitzen, bzw. es geht nur beschränkt wenn die Vergaser ohne Tadel sind. Sonst gibt es keinen definierten Punkt weil die Zündung sehr streut. Dieser Regelkreis ist nur unterhalb von ca. 1500 U/min aktiv. Er wird nur unterbrochen durch das Gasgeben des Fahrers, wenn die 123 ihren Regelkreis einfach nicht mehr aufrechterhalten kann und übersteuert wird.
Dieses System wird marketingmäßig als "Sparkbalancing" verkauft.
Ich hoffe ich habe ruhig genug auf Dein aggressives Posting reagiert.
Gruß
Josef

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Re: Frage: MG B Verteiler

#36

Beitrag von JuanLopez » 25. Jun 2017, 12:26

Hallo Leute,

Da die Antworten nichts mehr mit der ursprünglichen Frage zu tun haben und die große Gefahr besteht das hier der Ton nicht mehr sachlich bleibt schließe ich das Thema.
Gruß aus dem Nordschwarzwald
Juan #2476

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