InterClassics 2016 im MECC Maastricht


Die NL-Messe stellt vom 14. bis 17. Januar den leckeren Auftakt zum Oldie-Jahr 2016 her. Dieses Jahr hat sie ihren zweiten Namensteil „TopMobiel“ eingebüßt und heißt zum ersten Mal nur noch InterClassics.

Zur Unzeit für unsere Schätzchen, nämlich am Jahresbeginn will man sie eigentlich noch schön in der geheizten Garage schlafen lassen? Doch so schlecht meinte es der Wettergott dieses Mal nicht und öfters sah man seinen großen Suchscheinwerfer schön goldgelb durchscheinen und den einen & anderen aktiven Oldtimer beleuchten. Begünstigt durch die zentrale Dreiländereck-Lage wird diese Messe sehnsüch-tig erwartet und auch gut angenommen. Die erwarteten 30T wurden zwar nicht geknackt, aber für 29.660 Besucher war es die richtige Entscheidung.

Also auch für unsere kleine Viererbande vom Engländer Stammtisch Aachen, wo wir es doch jetzt geschafft haben die Messe mal gemeinsam anzusteuern! Diesmal hatte ich mir fest vorgenommen, mich einfach nur, der Nase nach, durchs Angebot treiben zu lassen und den Emotionen freien Lauf zu lassen. Kein Alles-Gesehen-Haben-Müssen-Ehrgeiz. Und keine Autokatalog-Fotos, sondern nur Stimmung aufnehmen & einfangen. Dazu ist die Messe ein wahres Eldorado für Anregungen für die kommende Saison. Überall sind Bei-stell-Tische mit Flyern und Infomaterial von kleineren Veranstaltern der Umgebung aufge-stellt, wo man sich reichlich bedienen kann und sonst kaum die Nase dran bekommt @ unsere Benelux Oldtimerfreunde sind ziemlich rege, von Süd-Limbourg bis in die belgischen Ardennen kann man schon mal vorplanen. Bereits an der Messe-Pforte gab es den ersten, wenn auch nicht anglophilen Appetit auf Fahrzeugwechsel, in Form eines original alten Por-sche Speedsters im perfekten Gewand, und auch noch verkäuflich. Aber was die Dinger inzwischen kosten! 145T € waren aufgerufen!

Die Messe ist das größte Oldtimerereignis dieser Art in ganz Benelux. Im Rückblick auf die Jubiläumsmesse 2013 zum elitären Thema 100 Jahre Aston Martin hatte sich da ein sehr positives Bild für Aussteller & Besucher ergeben. Deshalb lagen meine Erwartungen jetzt, zu dem nicht minder interessanten dies-jährigen Thema BMW auch wieder hoch. Die reiche Geschichte der Automarke führte den Veranstalter zu diesem Messethema. Im Verlauf der 100 Jahre, die es BMW mit dem (postulierten) Gründungs-Jahr 1916 schon gibt, hat diese fahraktive Marke äußerst inte-ressante Veränderungen und Entwicklungen durchlaufen und wurde zu einer festen Größe der Autowelt. Der besondere Leckerbissen ist der Erfolgsrenner von 1928 in Form des elegant leicht & schön fließend gestalteten BMW 328. Besonders die Front mit der großen Niere und sein eleganter Hüftschwung in der Gesamtproportion, sind auch heute noch ein Hin-Gucker.

Außer dem Thementräger BMW gab es aber noch reichliche Attraktionen für den Oldtimerfreund mit Ambitionen zur Insel. Auf den 35.000QM Hallen-Fläche (inkl.Zelt-Pavillon) präsentiert sich ein breit gefächertes Angebot an 400 historischen Exponaten von Engländern, Franzosen, Italienern & Deutschen und weiterhin interessante Einzelstücke der liebevollen Markenclubs mit professionellem Auftritt, wie etwa der traditionelle Healey-Club NL mit seinem Großaufgebot knallroter Renn-Big`s.

Eine neue Pavillon Halle war dem Bereich Ersatzteile, Modelle, Literatur, Kunst und Kuriosa, sowie alter amerikanischer Musik-Automaten und Leuchtreklamen gewidmet. Im Showpavillon wurde ein berühmter Re-kordjäger von damals präsentiert, quasi als Großvater der 24 Stunden Rennen. So konnte ein 4.1/2-Litre Bentley VandenPlas sich 1928 schon den Sieg in LeMans einfahren! Ob der gebotenen Statur & Verwegenheit des Boliden neigte man schon ein wenig zum Staunen, wie man den damals bloß so schnell um die Ecken wuchten konnte?

Auch ein noch nie live gesehener, vom Erscheinungsbild her dem MGB ähnlicher Tourer-Typ, italienischer Prägung stand hier. Der Autobianchi Stellina 800 von 1965, ist ein eher zierliches, aber ele-gant auffälliges Modell, dass sich sehen lassen kann. Von ihm wurden nur 502 Exemplare mit 800ccm 4-Zyl Heckmotor gefertigt. So wollte er jetzt auch den stolzen Preis von 25 T € erwirtschaften?

Gegen Ende des Tages sah man an vielen netten Windschutzscheiben die Info VERKOCHT / SOLD prangen. So lohnt es sich auch für Einzelverkäufer hier immer mal wieder teilzunehmen. Weiterhin gibt sich hier sogar das alte englische Traditions-Auktionshaus COYS die Ehre und bot unter dem Titel „Grandes Markes“ rund 60 interessante Autos zur Versteigerung an. Den Hit stellte ein MB 220A Cabrio von 1952 dar, der für 144.271€ unter den Hammer ging. Mit ca.1,8 Mio € Umsatz wird COYS garantiert im nächsten Jahr wiederkommen.

Der traditionelle Techno Classica Informations-Stand präsentierte sich üppig mit Freipostern und angelte so schon mal Interessenten für die nächste Messe. Mein wohliges Resümee, auf der Rückbank eines kultig gemütlichen SAAB 95 über Landstraßen durch die so maßstäblichen Dutch-Mountains Richtung Aachen schwebend, lautet schlicht und einfach, da will ich wieder hin, tot ziens.

Text/Fotos: Axel Steinert

 


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