Spridgettreffen 2010

Im Flying Circus der Britischen Klassiker verbirgt sich eine heiß und innig geliebte Zwergen-Fraktion, welche mittlerweile ihr eigenes Forum hat. Diese erhebt jährlich, entgegen den zierlichen Ausmaßen, ihre mächtigen Stimmen, nachdem sie vom liebevollen Dompteur ( Marcus Pieper ) zum Treffen gerufen wurde. Diesmal sollte das MARITIM Gelsenkirchen unser Wallfahrtsort sein, da der Direktor dort, auch vom Engländervirus befallen ist. Wenn man Spridgets ruft, wird es international und von Allüberall kommen sie herbei geeilt. 63 Teams aus ganz Deutschland, GB, NL , LUX , B  und sogar ein aus Vintage-Rennen bekannter Däne war mit seinem Arkley Spezial–Aufbau dabei. Mitte Juni erwartet man eigentlich Sommerwetter mit Offenfahren, doch hier lauerte die Schafskälte aus der Wundertüte und prüfte mit heftigen Duschen die geöffneten Badewannen. Im grünen Revier Richtung Xanten brach urplötzlich eine Wolkenfront auf, sodass als Sofortmaßnahme nur noch ein schneller Regenschirm half. Doch die gebotene Strecke mit einer schmalen Brücke als Nadelöhr ins Gefilde von Zwergalleen am Feldrain entschädigte im schnellen Corso. Wehe die Truppe erhebt wild losgelassen, erstmal ihre sonoren Stimmen, dann zittert die Luft und es geht zackig um die Ecken, bis dem Zuschauer sprachlos der Mund offen bleibt. Xanten belohnte uns mit einer kulinarischen Mittagsrast im berühmten Gotischen Haus. Wer Laune hatte, konnte im Anschluss daran seine Ohren beim Scottish Tattoo verwöhnen lassen oder seinen Blick an der herrlichen Kulisse eines römischen Fort im Archäologischen Park laben. Dieses bildete auch den würdigen Rahmen für die Spridget-Gesamtaufstellung. Über Orsay mit einer kleiner Flussfähre führte es uns wieder zurück in den Pott. Rund um die Sieger-Ehrung gab es ein prima Fest-Menue und Redestoff bis tief in die Nacht. So eine kameradschaftlich, runde Atmosphäre macht schon Appetit auf die nächsten Jahre.
Liebe Leute, unterschätzt bloß die munteren Zwerge nicht, denn die sind voll am Ball! Als Krönung hatte unser emsiges Siegtalfahrt-Paar ( Barbara/Wolfram ) eine Route durchs angrenzende bergische Land im rollierenden System ausgeheckt. Über die einzige Pontonbrücke der Ruhr, aus dem nach ihr benannten Gebiet entführt, traf man sich nach kleinen Wirrungen zum Abschiedsmahl im Märchenwaldareal am Altenberger Dom, denn solch eine Sphäre bietet ja zu guter Letzt, den mystischen Nährgrund so mancher Zwergen-Geschichte …….

Text und Fotos: Axel Steinert