Hallo Schraubergemeinde,
kurz vor dem Winter wollte ich noch ein mal in Ruhe die Vergaser neu einstellen, da der Wagen leider in letzter zeit immer wieder zum Ruckeln neigte wenn er wirklich warm war. Die Zündanlage habe ich eigentlich ausgeschlossen, Kerzen waren OK, Kabel, Verteilerfinger usw sind neuwertig zudem ruckelte er auch nur beim Beschleunigen aus 2.000 UPM heraus. (Bin seid dem letzten Einstellen direkt nach der Restaurierung auch gut 3.000 Kilometer gefahren)
Mein Problem bei den Vergasern ist nun folgendes: Die Vergaserkolben der HS4 Vergaser gehen sehr unterschiedlich schwer "hoch" sobald sie mit Öl gefüllt sind. (Habe sie komplett gereinigt und dabei auch das Öl entfernt, da gingen sie beide gleich leicht anzuheben)
Nun kann ich den vorderen noch "mit dem kleinen Finger" anheben, wozu ich circa 2 sekunden brauche, dann ist er oben und wenn ich ihn loslasse, dann fällt er auch mit einem satten "klack" wieder nach unten. So wie es sein soll, dachte ich mir.
Bei dem hinteren Kolben ist es anders, er ist deutlich "langsamer" was das anheben betrifft und es dauert daher deutlich länger und erfordert auch mehr Kraft als der vordere, ich brauche sicher 5 Sekunden bis ich ihn nach oben gedrückt habe und das auch mit größeren Kraftaufwand.
Lässt man ihn los fällt er jedoch nur unwesentlich langsamer nach unten als der Vordere!??
Was mich jetzt zu guter letzt völlig verwirrt: Wir haben hier noch ein paar weitere HS4 Vergaser, welche "ohne Öl" schön leichtgängig gehen (die Kolben) jedoch mit Öl ebenso schwergängig gehen, wie der hintere Vergaser meines MG. Nun frage ich mich "wie schwergängig ist richtig"? Ich kann mir schlecht vorstellen, dass der Unterdruck im Vergaser so viel Kraft besitzt um die schwergängigen Kolben zu stemmen?
Zudem: Wenn ich den "Dämpfereinsatz" also das Ding mit der schwarzen Drehkappe auf beiden Vergaser vertausche, dann geht der hintere leicht und der vordere schwer...
Vielleicht kann mir ja jemand beschreiben, wie in etwa sich die Kolben bewegen lassen sollen?
Vielen Dank im voraus und viele Grüße aus Ostfriesland,
Jannis
Problem mit den Vergaserkolben beim HS4
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- Ulli
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Re: Problem mit den Vergaserkolben beim HS4
Hallo Jannis !
Es gibt für die Einstellung der SU Vergaser ein Einstellset, dass simpel ausgedrückt aus "rechteckig abgewinkelten Drähten" besteht . Diese Drähte werden von oben in die geöffneten Kolben gesteckt. Nun kann man bei laufendem Motor die Vergaser syncronisieren und sieht ob die Kolben auch beim Gasgeben parallel arbeiten. Ich benutze dieses generell für die Syncronisierung der HS4 und die Anwendung ist sehr einfach. Du kannst es bei Andreas Schlotmann beziehen.
Grüße von Ulrich
Es gibt für die Einstellung der SU Vergaser ein Einstellset, dass simpel ausgedrückt aus "rechteckig abgewinkelten Drähten" besteht . Diese Drähte werden von oben in die geöffneten Kolben gesteckt. Nun kann man bei laufendem Motor die Vergaser syncronisieren und sieht ob die Kolben auch beim Gasgeben parallel arbeiten. Ich benutze dieses generell für die Syncronisierung der HS4 und die Anwendung ist sehr einfach. Du kannst es bei Andreas Schlotmann beziehen.
Grüße von Ulrich
Re: Problem mit den Vergaserkolben beim HS4
Danke für eure Antworten,
ich werde dann gleich mal schauen, was ich durch Änderung des Öls so erreichen kann
(Das gute Wetter muss man ja nutzen)
ich werde dann gleich mal schauen, was ich durch Änderung des Öls so erreichen kann
(Das gute Wetter muss man ja nutzen)
- Günter Paul
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Re: Problem mit den Vergaserkolben beim HS4
Hallo Jannis..
zum Oel hat Rainer all seine Erfahrung präsentiert,dem ist m.E.nichts hinzuzufügen...hallo Rainer,wird wohl wieder ein Ausfahrwochenende
..
Trotzdem darf natürlich beim Vertauschen der Dämpfereinsätze keine Veränderung der Kolbengeschwindigkeit eintreten,da würde auch die von Ulrich beschriebene Einstellung nicht weiterhelfen,ich arbeite mit einem Synchrontester,da bleibt alles drin,eben auch die Dämpfer..
Gruß
Günter Paul
zum Oel hat Rainer all seine Erfahrung präsentiert,dem ist m.E.nichts hinzuzufügen...hallo Rainer,wird wohl wieder ein Ausfahrwochenende
Trotzdem darf natürlich beim Vertauschen der Dämpfereinsätze keine Veränderung der Kolbengeschwindigkeit eintreten,da würde auch die von Ulrich beschriebene Einstellung nicht weiterhelfen,ich arbeite mit einem Synchrontester,da bleibt alles drin,eben auch die Dämpfer..
Gruß
Günter Paul
MGB MK II
Erstzulassung England : 29.01.1971 Mr.T.T.MACAN
Erstzulassung : Bonn 15.07.1971
Botschaftssekretär(Brit.Botschaft)Mr.T.T.MACAN
Kennz. 0-545
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Re: Problem mit den Vergaserkolben beim HS4
Hallo,
ich habe jetzt folgendes gemacht:
Vergaserkolben so eingestellt und geölt, dass beide mit der gleichen Kraft anzuheben sind "bis sie oben sind" und mit der gleichen Geschwindigkeit auch wieder herabsinken, was sie dann mit einem "klack" quittieren.
(Dabei eine Feder gewechselt)
Danach habe ich die Nadelstöcke dann ohne Kolben auf gleiches Niveau gebracht und die Vergaser ohne Luftfilter zusammenmontiert, entsprechend eingestellt und syncronisiert für einen glatten Motorlauf bei Standgas auf ~1000upm. (Ohne Luftfilter)
Leider kann ich jetzt keine Probefahrt mehr machen, weil sie hier die Straße neu asphaltieren und dort neben Chaos auch viel Dreck wartet, ein mal die Strecke zum warm fahren hat mir gereicht...
Als Öl habe ich jetzt übrigens 0815 Haushaltsöl genommen, das war schön dünnflüssig.
Ich hoffe, dass er nun nicht mehr beim beschleunigen aus circa 2.000 bis 2.500 upm heraus sporadisch ruckt (2 - 3 mal), was er vorher manchmal tat. Bin mir aber bis jetzt nicht sicher, ob es an zu fettem oder zu magerem Gemisch liegt oder hoffentlich "lag". Habe bei der Gelegenheit auch noch ein mal die Zündung überprüft (Vor dem Einstellen der Vergaser) und dabei minimal vorgestellt, damit er etwas mehr Frühzündung bekommt.
Mal abwarten, was es gebracht hat.
Viele Grüße,
Jannis
ich habe jetzt folgendes gemacht:
Vergaserkolben so eingestellt und geölt, dass beide mit der gleichen Kraft anzuheben sind "bis sie oben sind" und mit der gleichen Geschwindigkeit auch wieder herabsinken, was sie dann mit einem "klack" quittieren.
(Dabei eine Feder gewechselt)
Danach habe ich die Nadelstöcke dann ohne Kolben auf gleiches Niveau gebracht und die Vergaser ohne Luftfilter zusammenmontiert, entsprechend eingestellt und syncronisiert für einen glatten Motorlauf bei Standgas auf ~1000upm. (Ohne Luftfilter)
Leider kann ich jetzt keine Probefahrt mehr machen, weil sie hier die Straße neu asphaltieren und dort neben Chaos auch viel Dreck wartet, ein mal die Strecke zum warm fahren hat mir gereicht...
Als Öl habe ich jetzt übrigens 0815 Haushaltsöl genommen, das war schön dünnflüssig.
Ich hoffe, dass er nun nicht mehr beim beschleunigen aus circa 2.000 bis 2.500 upm heraus sporadisch ruckt (2 - 3 mal), was er vorher manchmal tat. Bin mir aber bis jetzt nicht sicher, ob es an zu fettem oder zu magerem Gemisch liegt oder hoffentlich "lag". Habe bei der Gelegenheit auch noch ein mal die Zündung überprüft (Vor dem Einstellen der Vergaser) und dabei minimal vorgestellt, damit er etwas mehr Frühzündung bekommt.
Mal abwarten, was es gebracht hat.
Viele Grüße,
Jannis
Re: Problem mit den Vergaserkolben beim HS4
Hallo,
so, jetzt "geht er wieder"
Das Problem: Zu leichtgängige Kolben mag der MG wohl nicht.
Und: Abstimmen nach alter Sitte führt wohl fast immer zu einem zu fetten Gemisch.
Habe jetzt beide Kolben auf schwergängig, als Öl habe ich HS Vergaser Öl (Gibt sogar extra Öl dafür, hab ich hier gefunden) ist ein sehr dickflüssiges Öl.
Für das Gemisch habe ich einfach beide Nadelstöcke 2mm nach unten gedreht, das ganze überprüft und geringfügig syncronisiert, so läuft er besser als nach jeder anderen mühsamen Justierung. CO-Werte sind so ebenfalls die besten.
Grüße,
Jannis
so, jetzt "geht er wieder"
Das Problem: Zu leichtgängige Kolben mag der MG wohl nicht.
Und: Abstimmen nach alter Sitte führt wohl fast immer zu einem zu fetten Gemisch.
Habe jetzt beide Kolben auf schwergängig, als Öl habe ich HS Vergaser Öl (Gibt sogar extra Öl dafür, hab ich hier gefunden) ist ein sehr dickflüssiges Öl.
Für das Gemisch habe ich einfach beide Nadelstöcke 2mm nach unten gedreht, das ganze überprüft und geringfügig syncronisiert, so läuft er besser als nach jeder anderen mühsamen Justierung. CO-Werte sind so ebenfalls die besten.
Grüße,
Jannis