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martini
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#1
Beitrag
von martini » 16. Feb 2010, 22:29
Nabend,
da ich gerade meinen Tank, Geber und Benzinpumpe eingebaut habe kam ich auf die Idee meine Tankanzeige zu prüfen.
Nur ist mir nicht klar ob das so einfach geht

Wie verkabele ich den Geber mit der Anzeige?

Wo führe ich den Strom und wo die Masse zu?
Es handelt sich um einen MG A ohne Kabelbaum.
Grüße
Martin
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Ralph 7H
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#2
Beitrag
von Ralph 7H » 16. Feb 2010, 22:46
Hallo Martin,
eine recht einfache Angelegenheit.
Der Geber liegt gegen Masse, sein Anschluss versorgt das Instrument mit einer Spannung, abhängig einem Widerstand des Gebers in Bezug auf die Höhe des Schwimmers im Tank.
Über einen Spannungsregler (kenne nur den B und der hat sowas, der A vielleicht nicht) wird Gleichspannung zugeführt zum Instrument. Es ist unkritish welcher Anschluß an der Uhr benutz wird, handelt es sich doch nur um ein Instrument in dem ein Bimetall durch einen Heitzdraht bewegt wird und den Zeiger ausschlagen lässt. Die Funktionsweise entspricht einem sehr billig augebauten Ohmmeter, ein Schätzeisen eben.
Wenn der A einen Spannungsregler hat, wird der an 12 Volt angeschlossen, sonst das Instrument direkt . Die Polarität ist absolut unerheblich! Dann weiter zu einem der beiden Anschlüsse der 'Uhr', der andere geht dann zum Geber und von da an Masse. die die Rückleitung zum Instrumentengehäuse bildet.
Bewegt sich jetzt der Schwimmer (langsam), werden unterschiedliche Zeigerstellungen angezeigt. Die Skalierung lasst dann ein Abschätzen des Vorrats zu.
Gruß vom Niederrhein
Ralph
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martini
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#3
Beitrag
von martini » 7. Mär 2010, 00:56
Soderle,
bin nun endlich mal dazu gekommen diverse Tests durchzuführen.
Ausgangspunkt: Anzeige zeigt immer voll an.
Anzeige ausgebaut und mit einem anderen Geber (neu) an der Werkbank getestet. Alles ok - also ist der Schuldige wohl der Geber.
Also den Geber ausgebaut und nochmal an der Werkbank getestet. Spannung fällt zwar ab - von 12-6 V - aber die Anzeige ändert sich nicht.
Also den neuen Tankgeber eingebaut. Ist ein Nachbau vom MG B soll aber auch im MG A passen. Stimmte auch, nur zeigte die Uhr dann nur 1/4 voll. Tank war aber 1/2 voll. Komisch.
Draht gebogen und durch den Einfüllstutzen den Schwimmer angehoben. Siehe da, wenn der Schwimmer sich hob und seinen max. Radius erreichte (also kurz vor halbvoll) stieß der Schwimmer gegen die Schottwand im Tank. Na Klasse. Benzin wieder ab, Geber wieder raus. Nachgebogen, eingebaut, Benzin rein und halbvoll. Eigentlich alles gut,aber... Ich hab dann nochmal durch den Einfüllstutzen mit meinem Draht gefummelt. Leider geht die Anzeige nicht auf voll obwohl ich doch den Schwimmer ganz angehoben habe? Jetzt schlug der Schwimmer oben gegen das Rohr wo die Benzinleitung rankommt. Also Benzin wieder raus, Geber ausgebaut, nachgebogen usw..
Dann war aber alles soweit ok. Anzeige wieder fest eingebaut und mich mit einem Pils belohnt.
Insgesamt schnell geschrieben, doch in der Garage sind mal eben 4 Std. vergangen.
Kann ich eigentlich den Geber ausmessen? Und wenn ja wie?
Grüße
Martin
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Ralph 7H
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#4
Beitrag
von Ralph 7H » 7. Mär 2010, 11:03
Hallo Martin,
der Schwimmer und sein Gestänge bewegen einen Schleifer auf einem aufgewickelten Widerstandsdraht. Verbiegen des Schwimmergestänges bedeutet nicht geichzeitig, dass der Schleifer es bis zum Ende der Widerstandwindungen schafft. Der Weg an der Messeinrichtung selbst ist entscheident, nicht die Form des Gestänges, dass gegebenenfalls auch gekürzt werden kann, damit die Tankinnenhöhe einen vollen Ausschlag des Schleifers erlaubt.
Ein weiter Punkt zur Anzeige: Beim B erfolgt die Spannungsversorgung über einen vorgeschalteten Konstantalter mit einer Ausgangsspannung von ca. 8 Volt. Ob das beim A auch so sein muss, weiß ich nicht, vermute es aber. Wenn die Spannung zu hoch ist, zeigt das Instrument zwangsläufig mehr an. Vermutlich ist das der Grund für die 1/4 voll Ablesung ohne Auslenkung beim Geber.
Gruß vom Niederrhein
Ralph
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Robert Müller
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#5
Beitrag
von Robert Müller » 7. Mär 2010, 12:12
Hallo Martin,
grundsätzlich sieht es so aus, dass der Tankgeber bei "voll" 70 Ohm Wiederstand haben sollte und 0 Ohm bei "leer". Durch Bewegen des Geber-Arms sollte sich die Anzeige gleichmäßig verändern. Am besten prüfen kann man die Geschichte, wenn Tankgeber und Tankuhr ausbaut und miteinander prüft. Die Tankuhr kannst Du dann durch vorsichtiges Verschieben der Magnete, wie es Barney Gaylord auf seiner Seite (s.o.) beschrieben hat, einstellen.
Ein neuer Tankgeber bringt meistens nichts, da diese Fernost-Nachbauten alle eine saumäßige Spulenwicklung haben. Ich habe meinen alten Tankgeber zu einem Tachodienst (KaJa) gebracht. Die haben problemlos neue Buchsen gedreht und eine neue (gescheite) Spule eingebaut und nun zeigt die Tankuhr gleichmäßig, ohne zuckeln an. Einen Spannungskonstanthalter hat der A nicht und braucht er dann auch nicht. Das Ganze hat 45,00 € + Steuer gekostet. - Dann die Tankuhr im eingebauten Zustand (voller Tank - ca. leerer Tank) noch ein wenig feinjustiert und nun ist Ruhe. Jetzt bewegt sich die Tankuhr sichtbar nur noch, wenn man bei wenig Sprit im Tank die Kurven mal ein bisschen heftiger nimmt.
Übrigens: Ich habe gehört, dass manchen Tanks im Inneren auch die Schottbleche fehlen, die den Sprit vorm "Herumschwappen" schützen sollen. Auch die sollen dazu beitragen, dass die Tankuhr nicht zu nervös reagiert.
Viele Grüße,
Robert
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Meenzerbub
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#6
Beitrag
von Meenzerbub » 7. Mär 2010, 13:35
Grüße vom Michel, Meenzer und RENTNER ;-)
MGB-Roadster; Bj.66; Fabr.Nr.:GHN3L-89xxx; Motor:18GB-U-H-42xxx;
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