Unsere ständige Vertretung Ost in Form vom agilen „Peterle“ hatte wieder gerufen und unsere willige MG-Truppe versammelte sich zum aktuellen Termin in Plauen zur Erkundung des diesjährig besonders nassen Vogtlands. Irgendjemand wird wohl eine Junkmail im Sinne von "Briten brauchen´s nass" losgelassen haben, denn die Rahmen bildende Eigenschaft war uns alle Tage treu. Das tief im Osten gelegene Hotel der Kette * Best-Western* lag schön zentral und war bestens ausgestattet, sogar mit Tiefgarage, wo unsere Kleinen über Nacht wie in Mamas Schoß trocknen konnten. Die tolle Gastronomie und das freundliche Personal wischten den Nässehorror locker beiseite und es entwickelte sich rasch fröhlicher Teamgeist, der das Stimmungsbarometer konstant hoch hielt, obwohl es auch witterungsbedingte Ausfälle gab. Dann ging’s halt am nächsten Morgen ohne Murren im modernen T-Car (Jaguar XJ / BMW X1) weiter. Der ein oder andere Sonnenstrahl hätte uns diese tolle Gegend bestimmt noch besser ins Herz brennen können, aber auch so reihten sich Fahrvergnügen und Highlights nahtlos aneinander.  

Der Freitag führte uns zackig ins Göltzschtal zum gigantischen Blick auf die wohl größte Ziegelbrücke der Welt. Sie spannt sich wie ein römisches Aquädukt, in mehreren Etagen mit Bögen aufeinander gestapelt, majestätisch übers Tal und bildet auch im Regen ein herrliches Motiv. Generell positiv eingestimmt erlebten wir auch die dortige Dokumentation in der vorgelagerten Getreidemühle. Schnell ein einheimisches Käffchen geschlürft und schon ging’s zum zweiten Streich. Im Ort "Pausa" (nicht Pause) haben sich sehr besondere Spitzbuben mit einer Stube unters Rathaus eingenistet, die sog. Erdachsen"Deckel"Scharnier"Schmiernippel"Kommission e. V.> um dem stillen Leben hier noch einen kleinen Sinn einzuhauchen, indem sie das aus dem Fels ragende mächtige <Edelstahl-Erdachsen-Endstück> durch regelmäßiges Schmieren des riesigen Traglagers in fortwährender Rotation zu halten. Im Anschluss gab es eine zünftig leckere Mittagsrast in einem Lokal wie vom Campingplatz, zu Fuße der erst nach der Wende fertig gestellten Elstertal Autobahnbrücke Richtung Bayern. Diese Jause brachte uns weiter auf Drehzahl, um das letzte DDR Relikt zum Kalten Krieg in Form von brutaler Trennung eines jahrhundertelang gewachsenen Bauerndorfes, ertragen zu können. Das damals in Ost & West aufgeteilte Örtchen Mödlareuth betrachtete der Autor mit Peterle durch eine offene Fensterklappe des alten Betonwachturmes aus der Museumsgrenzanlage, um so  einen echten Lungenzug der Vergangenheit zu nehmen. Die Rückfahrt führte uns gänzlich unerwartet auf eine alte, freie Rennstrecke in Wald und offenem Gelände, mit Betonbahn und Korbs, wo wir es entgegen der STVO mal so richtig krachen lassen konnten, um uns dort in einer doppelreihigen Start- und Zielaufstellung zu verewigen. Beim Hotel angekommen erfüllte sich die alte Wahrheit, wer sein Gefährt morgens trocken rausholt, muss es abends unbedingt klitschnass zurückstellen! Ein spontaner Rundgang durchs Altstadtfest-Revier stimmte uns schon lecker auf das gemeinsame Abendessen und den anschließenden "Late Night Irish Pub Besuch" ein.

*Die Hoffnung stirbt zuletzt* sagte sich einst Johannes-Mario Simmel und so hofften wir auf einen artgerechten Samstag. Aber die Regler standen immer noch auf nass und wir durften es ausbaden. So brausten wir heute wieder geschlossen durchs landschaftlich sehr reizvolle Erzgebirge mit der heimeligen Melodie aus dem Dschungelbuch im Ohr:
*Versuchs mal mit Gemütlichkeit* …  und sofort fühlt sich auch graues Wetter, mit in Nebel übergehenden Sprühregen, wieder positiv an.

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Auf Wunsch meines GT Gastes Walter aus Südtirol, der in Jugendjahren mal aktiver Ski- springer war, machten wir einen Abstecher zur Vogtland Arena mit topmoderner Skischanze, wo wir den Nachwuchs im Flug über der grünen Kunststoffpiste bewundern konnten. Der weitere Weg führte uns zum kältesten Ort Deutschlands "Morgenröthe-Rautenkranz" mit informativem Raumfahrtmuseum ( DDR Astronaut Siegmund Jähn) und MIG-Begrüßung. Einfach nur KLASSE, die Fotoapparate sangen sich in der Ausstellung im unentwegten Klicksong heiß. Die weitere Strecke zur mit 1214,79 üNN höchsten Stelle Sachsens, dem* Fichtelberg* war total gemein von einer raumgreifenden Vollsperrung geziert, so dass es unser GT-Team mit Gast Walter in Kombination von spontanem Eisenbahnliebhaberfoto und Verpassen des letzten =Rollieres= besonders hart traf und wir nur unter Anwendung des intuitiven Pfadfinder-Diploms auf unerforschten Höhenzügen mit einer Stunde Verspätung den poetisch zart in Nebel getauchten Fichtelberg im Nachgang erobern konnten. Doch kaum da, wollte die ungeduldige Meute auch schon sofort wieder aufsatteln zu neuen Abenteuern. Eine geschickte Umplanung reichte uns auf großzügiger Schleife über Karlsbad durch Tschechien, um der blöden Vollsperrung ausweichen zu können. Und das war eine tolle Entscheidung, denn von Grenzeintritt bis -Austritt gab es blauen Himmel mit viel Sonne. Sofort flogen alle Dächer auf und Pioniergeist breitete  sich aus. Eine billige Tankfüllung und Leckerchen aus dem tschechischen Supermarkt trösteten uns dann in Deutschland über den nassen Rückweg hinweg. Beim Dinner im Hotel gab’s für die Ausrichter noch unerwartet warme Worte und einen Dreier-Schwall Fresskörbe, deren korrekter Transport nach Dresden, Peterle & Manuela  im nicht gerade mit Kofferraum verwöhnten MG F noch vor einige Probleme stellen sollte. Die tolle Stimmung gipfelte wieder im "Late Night Irish Pub Besuch" unter Genuss Country typischer Brauerei-Erzeugnisse & Derivate. Sonntagmorgen löste sich die Runde, so geschmeidig nass wie sie begonnen hatte, locker wieder auf und der Autor meint in allen Gesichtern ein* gerne wieder* erkannt zu haben, aber bitte mit Sahne, sprich: ein bisschen mehr Heizlampe überm blauen Horizont.

Text und Fotos  Axel Steinert


TERMINE & EVENTS

Frühjahrstreffen des MGDC - Schwäbische Toskana

Datum 07.05.2026 18:00 - 10.05.2026 13:00

Ausgebucht - Warteliste wird angeboten !!! 

Liebe MG-Freunde,
es freut mich, Euch zu unserem Frühjahrstreffen 2026 in die schwäbische Toskana einladen zu dürfen. Die Schwäbische Toskana,
so wird jener Landstrich bezeichnet, der aufgrund von mildem Klima, hügligen Landschaften und zahlreichen Weingütern gewisse
Parallelen zur echten Toskana aufweist.

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Europatour 2026

29.05.2026 - 06.06.2026

Liebe MG Drivers Club Mitglieder,

im Jahr 2026 wird es eine besondere Veranstaltung geben.

Gemeinsam mit dem Spridgetregister und dem MGDC gibt es dann die

„Tour de Europe 2026.“  

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Europatour 2026 - Tag 1

29.05.2026 16:00 - 23:30

29.Mai 2026

Eintreffen der Teilnehmer am Riverside Hotel in 48529 Nordhorn. Den Abend können wir anschließend gemeinsam im Restaurant Pier 99 verbringen oder gemütlich am direkt angrenzenden Vechtesee ausklingen lassen.

Mehr Informationen unter Club intern - Europatour 2026

Europatour 2026 - Tag 2

30.05.2026 16:00 - 23:30

30.Mai 2026

Start zur 1. Etappe mit Ziel Wesel (Streckenlänge 160km)

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Europatour 2026 - Tag 3

31.05.2026 16:00 - 23:30

31. Mai 2026

Start zur 2. Etappe mit Ziel Wassenberg (Streckenlänge 115km)

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